Angst und Panikattacken - Wege aus der Angst

Bild - Wege aus der Angst

Ziel jeder Behandlung ist es den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und letztlich bedeutet dies auch immer sich der Angst schrittweise zu stellen.

Die Vorstellung, die Angst geht von alleine genauso wie sie gekommen ist, trifft leider nur sehr selten zu. Den größten Fehler den man machen kann ist, die angstauslösenden Situationen zu vermeiden, denn dies führt zwangsläufig zu einer Verfestigung der Angst, meist sogar zu einer Ausweitung.

Damit nimmt eine verhängnisvolle Entwicklung ihren Lauf, welche letztlich sehr oft in Depression, Abhängigkeit und Sucht mündet, ganz zu schweigen von beruflichen und partnerschaftlichen Problemen.

Selbsthilfe

Ein erster Schritt kann in sinnvoller Selbsthilfe bestehen, entweder allein - oder besser - in einer Selbsthilfegruppe. So kann man lernen wieder eine neue Einstellung zur eigenen Angst zu entwickeln.  Der Anfang ist schon gemacht, wenn Sie diese Zeilen lesen, denn Sie informieren sich über das Thema, auch können entsprechende Ratgeber sehr hilfreich sein.

Mittlerweile finden Sie in jeder Stadt entsprechende Selbsthilfegruppen. Im Kreis von Menschen mit gleichen Problemen ist es wesentlich einfacher offen über die eigenen Ängste zu sprechen und hilfreiche Erfahrungen der Selbstkontrolle auszutauschen.

Psychotherapie/Verhaltenstherapie

In der psychotherapeutischen Behandlung von Ängsten hat sich die Verhaltenstherapie als ausgesprochen effektiv erwiesen. Eine entsprechende Angstbehandlung wird nach individueller Diagnostik i. d. R. folgende Aspekte berücksichtigen:


Medikamentenbehandlung


Ein scheinbar einfacher Weg seine Ängste in den Griff zu bekommen besteht darin, auf Medikamente zurückzugreifen und in der Tat haben fast die Hälfte der Angstpatienten Medikamente eingenommen, bevor sie sich in psychotherapeutische Behandlung begeben haben. Dabei handelt es sich in erster Linie um angstdämpfende Medikamente (Anxiolytika), Beruhigungsmittel (Tranquilizer), Antidepressiva, sowie in Einzelfällen Neuroleptika und Betablocker. 

Medikamente heben die Angstsymptome zwar kurzzeitig auf,  heilen  aber nicht, denn an den ursächlichen und aufrechterhaltenden Bedingungen der Angst wird nichts verändert. In der Regel kommt es zu unerwünschten Nebenwirkungen, es entsteht zumindest eine psychische Abhängigkeit. Bei bestimmten Medikamenten ist die Folge auch eine körperliche Abhängigkeit (Sucht).

Letztlich ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme nur eine Flucht in die Betäubung.

In Einzelfällen kann dennoch  eine kurzfristige Einnahme von Medikamenten sinnvoll sein, insbesondere zur anfänglichen Unterstützung bei der Konfrontationstherapie und auch nur in Absprache mit dem behandelndem Arzt.