Angst und Panikattacken - Teufelskreis Angst

 

Teufelskreis der Angst

In der Abbildung oben sehen sie (innerhalb des orangefarbenen Kreises) die vier Komponenten, Wahrnehmung, negative Gedanken, physiologische Veränderungen, körperliche Symptome. Eine Panik - Angstattacke kann an jeder dieser Komponenten entstehen und sich dann hochschaukeln (Spirale).

Stellen sie sich zum Beispiel vor, sie spüren plötzlich ihr Herz schneller schlagen, gleichzeitig entsteht das Gefühl, nicht mehr richtig durchatmen zu können. Dieser Umstand wirkt äußerst beunruhigend, sie haben keine Erklärung für diese Symptome, was sie ängstlich werden lässt und sich in ihren Vorstellungen immer weiter entwickelt bis hin zu der Angst, gar keine Luft mehr zu bekommen und in Ohnmacht zu fallen

D.h. sie nehmen körperliche Symptome wahr und bewerten sie als etwas Gefährliches, das ihnen wiederfahren könnte - sie haben Angst.

 

Foto Angst

Diese Erwartungsangst wiederum führt zu verschiedenen körperlichen Reaktionen: Erhöhung der Atem- und Herzschlagfrequenz, sie beginnen zu schwitzen, ihnen wird schwindelig, die Gedanken beginnen zu rasen. Die anfänglich nur leichten Symptome haben sich nun wesentlich verstärkt, wodurch sie sich in ihrer Befürchtung bestätigt sehen, das alles ganz schrecklich enden wird. Ihre Angst schaukelt sich immer mehr hoch, bis hin zu dem Gefühl, es nicht mehr auszuhalten und sterben zu müssen, oder in Ohmacht zu fallen, oder die Kontrolle zu verlieren.   

In obigem Beispiel war der Auslöser ein körperliches Symptom, es kann aber genauso gut ein Gedanke sein, welcher sich zu einer Panikattacke entwickeln kann.

Sie lesen in der Zeitung, das Menschen ihres Alters besonders gefährdet sind, was das Risiko eines Herzinfarktes anbelangt, und stellen plötzlich fest, wie ihr Herz scheinbar schneller zu schlagen beginnt, was sie sehr beunruhigt. Es entwickelt sich der vorher beschriebene Aufschaukelungsprozeß, mit dem einzigem Unterschied, dass der Auslöser ein Gedanke war.

Letztlich handelt es sich immer um eine falsche oder übertriebene Interpretation eines körperlichen Symptoms (ängstliche Selbstbeobachtung) , Erwartungsangst (Katastrophendenken), und der danach folgenden noch ängstlicheren Selbstbeobachtung der entstandenen Angstsymptome (Herzrasen, Schwitzen etc.).